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Fichthof

Fichthof ( heute Steknica) Kreis Lauenburg Pommern

NEU!!

Auf der Seite Bilder Fichthof finden Sie viele neue Bilder wie Fichthof heute aussieht. Recht herzlich möchte ich mich bei

Herrn Mariusz Baar aus Wicko ( Vietzig ) bedanken, der extra nach Fichthof gefahren ist um diese Aufnahmen zu

machen. Herr Baar ist Reiseleiter und Heimatforscher.

Ich habe die Bilder mit den Hausnummern laut Dorfplan und den Familiennamen benannt, die früher dort gewohnt haben.




Fichthof liegt einige Kilometer entfernt von der Küstenstadt Leba im Norden von Polen an der

Ostsee.

Fichthof gehörte kommunalverwaltungsmäßig und kirchlich zu Leba.

Im 18.Jahrhundert gab es den Ortsteil Fichthof, im Stadteigentum als Vorwerk. Die Ackerwirtschaft

dieses Ortsteiles war 1813 an den Erbpächter Christoph Bock verpachtet.

In der Zeit von 1907 bis 1909 wurde zwischen Fichthof und Czarnowske ein Steindamm gebaut.

Im Heimatkalender für den Jahrgang 1923 wurde eine Ehrentafel der aus dem Kreise Lauenburg

in Pommern im Weltkriege 1914/18 gefallenen Helden veröffentlicht.

Es standen dort für Leba 30 Namen, für Czarnowske 19 Namen, für Fichthof 1 Name und für

Neuhof 8 Namen.

Im Gemeindelexikon für den Freistaat Preußen werden anläßlich der Volkszählung vom 16 Juni 1925

Fichthof, Höfchen, Lebador, Lebafelde und Stilo als Teile der Gemeindeeinheit zu Leba gehörend

genannt.

Fichthof war Bahnstation und noch heute fährt dort ein Bedarfsgüterzug.

Die Kinder gingen in dem Nachbarort Labenz zur Schule.

Der Wohnplatz Dwui nicht weit von Fichthof entfernt wurde vermutlich nach 1918 in

Zweisitz umbenannt. Auf einigen Karten findet man auch den Wohnplatz Fixenhaspel (Labenz),

den es 1906 noch nicht gab.

Eine Besonderheit von Fichthof war das kleine Torfmoor. 1929 wurden die ´´Fichthofer Torfstiche´´

gewürdigt und einer geschichtlichen Betrachtung unterzogen. Die Torfstiche befanden sich gleich

hinter dem Bahnhof an der Ostseite der Bahnstrecke nach Leba zwischen Kiefernhochwald und

Schonungen. Hier herrschte im Sommer immer reges Treiben beim Torfstechen. Es war eine harte

Arbeit, doch dadurch stand den Familien, die in unmittelbarer Nähe wohnten ausreichend

Heizmaterial zur Verfügung. Alljährlich wurden unter einer ein bis drei Meter dicken Sandschicht die

Spuren alter Strauch und Steinwege, ja sogar einmal eine Wagenrunde und andere Dinge gefunden.

Man geht davon aus, dass diese Moore noch vor 400 Jahren offen dalagen und erst am Ende des

16. Jahrhunderts mit dem feinen Flugsand überschüttet worden sind. Im Jahr 1936 wurden beim

Torfstechen unter einer 2 Meter starken Sandschicht eine kleine Axt aus dem Mittelalter gefunden.


Der kleine Friedhof von Fichthof galt als eingeebnet, wurde aber nach über 50 Jahren von Herrn

Willi Gillmann mit der Hilfe von Familie Donisch wieder entdeckt, leider in einem trostlosen Zustand.

Mitten im Nadelwald liegt er auf der östlichen Seite der Straße Leba - Lauenburg ca. 150 m

hinter der Abzweigung der Straße nach Labenz, Schönehr, hinter dem heutigen Parkplatz und

etwa 20 m von der Straße in den Wald hinein. Die Stelle kann man insgesamt gut erkennen, da

sie sich ca. 50cm über ihre Umgebung abhebt. Etwa sechs alte Grabstellen sind noch aus-

zumachen, wovon man drei in den letzten Jahren ausgegraben hat. Ob hier Frevler am Werk waren

und die Ruhe der Toten gestört haben oder eine Umbettung erfolgte, ist jetzt nicht mehr feststellbar.

Auch sind noch Reste von Grabumrandungen und Sockeln vorhanden. Sonstige Gräber und Wege

sind nicht zu erkennen, da alles mit Moos, Heidekraut und Nadelbäumen bewachsen ist.


Herr Mariusz Baar aus Wicko hat auf dem kleinen Friedhof in Fichthof ein stark beschädigtes

Grabkreuz des Vorwerkbesitzers Albert Hermann Bock, geb 1840 gest. 1896, gefunden.

Mit mühevoller Arbeit hat er dieses Grabkreuz geschweißt und renoviert.


 

Herr Baar hat nun die einfach tolle Idee auf der ehemaligen Grabstelle des Hermann Bock,

ein Denkmal für die damaligen Bewohner von Fichthof, in Form dieses Grabkreuzes und einer

zweisprachigen Platte zu errichten. Für dieses Vorhaben werden natürlich noch Sponsoren

gesucht. Bei Interesse werde ich gerne den Kontakt mit Herrn Baar herstellen.


Das folgende Bild machte Herr Willi Gillmann im Jahr 1997. Dieses eiserne Grabkreuz trägt die

Aufschrift: " Hier ruhen in Gott der Altsitzer Ferdinand Boyke, geb. 22 Okt 1838 gest. 21 Nov 1924

und seine Ehefrau Alwine geborene Schröder geb. 04. Mai 1849, gest 09.Jun 1924.

Das sind die Eltern des früheren Gastwirtes Hermann Boyke aus Fichthof, der 1940 im Alter von

74 Jahren gestorben ist.





Die Tochter von Hermann Boyke, Helene Rademacher geb. Boyke,

besuchte 1967 das Grab Ihrer Großeltern.



Am 03. August 1946 wurden die letzten fünf deutschen Familien aus Fichthof vertrieben.

Familie Bisky, Familie Otto Panitzke ( der Bruder meines Großvaters ), Familie Schwerin,

Familie Mionske ( Familie meiner Großmutter ) und Anna Panitzke ( Schwester von Frieda Mionske

geb. Panitzke und meinem Großvater Ernst Albert Panitzke ).

Frieda Mionske sagte : " ...... wir waren die letzten,  die unserer lieben Heimat, unserem kleinen

Fichthof, auf Wiedersehen sagten."


 
                                                                                     *

Herr H.-J Boyke stellte mir eine Ansichtskarte um 1930 zur Verfügung mit dem Gasthof Boyke

und der Bahnstation.


Hier zu dieser Karte noch Vergrößerungen. Vielleicht gelingt es die Personen zu benennen?



Für Hinweise zu den Personen bin ich dankbar.

                                                                                       *

Ich konnte auch eine Postkarte aus Fichthof erweben, aus dem Jahr 1907, auf die ich ganz besonders

Stolz bin.





Die Karte wurde am 9.9.1907 an Frl. Auguste Mende in Berlin , Swinemünderstr.38 geschrieben.

Der Text lautet wie folgt:

Liebe Nichte , habe Deine werte Karte erhalten meinen innigsten Dank dafür. Bin noch immer

gesundt und munter. Bestens  Gruß dein Onkel Fritz

                                                                                  *

( Diese Karte wurde mir von Herrn Jaroslaw Gburezyk zur Verfügung gestellt )


Bitte schreibe bald wieder
                                                                                           Fichthof den 08 Mai 1906
              Lieber Bruder wir sind alle ziemlich gesund und hoffen das
              selbe auch von dir.Mama ist gut mit Metchen nach Hause ge
              kommen aber jetzt ist Metchen krank denn Ihr bangt nach dir
              Heute sagte sie noch sie will nach Berlin fahren.Uns allen
              lieber Bruder bangt nach dir wir können dir gar nicht ver
              gessen.Jetzt will ich schließen mit meinem Schreiben und dich viel mal ge
                                                                                                                 nesen
              wünschen 1000 Grüße Herz.Gruß bis auf ein baldaheim uns allen Fritz


                                   Von Herrn Fritz Donisch

                                   zur Adr. Herrn Albert Mende

                                                  in Berlin

                                Swinemünderstr. 38 Hofgarten

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Diese Karten schrieb Fritz ( Friedrich ) Donisch, der Vater von Metha (in diesem Brief
Metchen genannt ) und Anna Donisch die mit Otto Panitzke, dem Bruder meines Großvaters,
verheiratet waren. Die Karte ging zur Adr. Albert Mende. War er mit der Schwester von
Friedrich Donisch verheiratet und hat sein Bruder dort gewohnt ? Es ist naheliegend, denn
in der oberen Karte schreibt er an seine Nichte Auguste Mende.

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Eine weitere Karte konnte Herr Hans-Joachim Boyke erwerben. Ferdinand Boyke ist wahrscheinlich

sein Urgroßonkel. Sein Urgroßvater August Ferdinand Adolf Boyke hatte zu seinen Geschwistern kaum

Kontakt, da er seit 1865 in Groß Schwichow der ev. luth. separierten Gemeinde angehörte, die ihre

eigenen Andachtsräume unterhielt und dessen Mitglieder ausschließlich untereinander blieben.

 


        


 

Diese Karte ging an Familie Fritz Donisch in Biesdorf Süd, deren Datum durch die abgelöste Marke nicht

feststellbar ist.

Text: Viele Grüße von hier sendet Euch allen Anna und Georg. Eltern und Geschwister lassen Euch auch

schön grüßen.

Herr Hans-Joachim Boyke hat den Ausschnitt mit den Personen stark vergrößert. Vielleicht gelingt es alle

darauf abgelichteten Personen namentlich zuzuordnen. Für jede Information bin ich dankbar.


Es könnte sich um folgende Personen handeln von links nach rechts :

Hermann Boyke, Helene Boyke, Willy Boyke, Hulda Boyke geb.Pinkjohn,Bruder von Helene ..?..Boyke , Alwine Boyke geb.Schröder verw.Pinkjohn, Ferdinand Boyke , Alma Pinkjohn, Marie Pinkjohn.


                                                                                        *


Auf dieser Seite möchte ich auch die Gelegenheit nutzen, um mich recht herzlich bei

Herrn Willi  Gillmann zu bedanken. Ohne seine Hilfe und seine Erlaubnis, die von

Ihm zusammengetragenen Nachforschungen hier zu veröffentlichen, hätte ich diese

Seite nicht erstellen können.


                                                                 *

Links zu Web-Seiten, auf denen viele Interessante Informationen über die pommersche Landesgeschichte

zu finden sind :

Erinnerungen an das Ostseebad Leba in Pommern :

lawrenz.homepage.t-online.de

Bund der Lebaer :

leba-bdl.de

Klucken - Heimat der Lebakaschuben :

lebakaschuben.de

Geschichte der Stadt Leba, Historia Leby von Jaroslaw Gburezyk :

historialeby.pl.tl

Heimatführer und Reiseleiter aus Wicko / Viezig Herr Mariusz Baar

reiseleiter-leba.eu
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