Erinnerungen an meinen lieben Großvater Ernst Albert Panitzke

Ich möchte die Erinnerungen wach halten, doch das mit den Erinnerungen ist so eine Sache.
Es ist mehr ein Gefühl. Ich kann mich z.B. überhaupt nicht mehr an den Klang seiner Stimme
erinnern. Wären da nicht noch Bilder, dann hätte sich vielleicht auch das Gesicht mit den Jahren
aufgelöst.
Ich kenne meinen Opa als liebenswerten, ruhigen Mann, der oft lachte wenn wir Enkelkinder
bei Ihm waren. Er trank gerne Pfefferminzlikör ( was Oma aber nicht wissen durfte), spielte
gerne Karten und er hatte in seinem Schrank immer eine Kleinigkeit die er uns schenkte.
Wir Kinder bekamen immer Schokolade von Ihm. Selbst als wir älter waren hatte er immer
Schokolade für die Frauen und Zigaretten für die Männer in seinem Vorrat.
Ich war oft zu Besuch und durfte dann auch in der Küche und im kleinen Obstgarten helfen,
oder einkaufen gehen. Vielleicht stand ich in Wirklichkeit mehr im Weg, als dass ich eine
Hilfe war, aber für mich war die Zeit mit Ihm etwas ganz besonderes.
Durch seine Kriegsverletzung war mein Opa Ernst in seiner Arbeit eingeschränkt, doch es
war Ihm nie etwas zu viel und er machte alles so gut es ging.
Mein Großvater Ernst Albert Panitzke, wurde am 30.06.1909 als Sohn des Albert Wilhelm Panitzke
(geb. am 15. Nov 1868 in Labenz ) und der Maria Wargowske ( geb. am 14.05.1869 in Gliesnitz
Kreis Stolp ) in Schönehr geboren.
Im Februar 1934 heiratete er Martha Auguste Mionske, die am 19. Mai 1914 in Bebbrow geboren
wurde.
Sie wohnten bis zu Ihrer Vertreibung in Fichthof Kreis Lauenburg.
Mein Großvater war lt.Meldung vom 09.05.1940 bei der 3.Kompanie Infanterie-Ersatz-Bataillon 374, Standort
Belgrad. Lt. Meldung gehörte er 1941 und 1942 der 9.Kompanie Infanterie-Regiment 547 an.Er war der 328.
Infanterie-Division unterstellt, die von Suwalki aus im Fußmarsch der Heeresgruppe Mitte zugeführt wurde. Am
14.03.1942 bei Lutschki verwundet und in das Feldlazarett 181 bei Witebsk eingeliefert. Mit Geschoss-Splittern
im Oberschenkel , einem Steckschuß im Rücken und Erfrierungen an beiden Händen und Füßen kam er in das
Reservelazarett Schmalkalden , wo ihm beiderseits der 2.-5- Finger und beide Füße in Höhe der Fußwurzel-
Mittelfußgelenk amputiert wurden.
Am 21.07.1942 wurde mein Großvater mit dem Lazarettzug 1605 ins Reservelazarett Lauenburg verlegt und am
24.02.1943 als Gefreiter für dienstunfähig erklärt. Mit einem Lazarettzug brachte man ihn in sein Heimatdorf
Fichthof .

Nach der langen Flucht aus Fichthof,baute sich mein Opa ein neues Leben in Düsseldorf - Angermund auf,
wo er dann am 29.09.1982 verstarb.
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Erinnerungen an meinen Großvater Oskar Schwark, den ich leider nicht mehr kennenlernen durfte
Es sind eigentlich keine Erinnerungen, denn meinen Opa Oskar habe ich nie kennen gelernt.
Als ich mit meiner Ahnenforschung begann, war nur bekannt, dass mein Opa Oskar Schwark hieß,
in Recklinghausen geboren wurde und im zweiten Weltkrieg vor Berlin im Reservelazarett Görden
verstorben ist.

Meine Oma Henriette konnte ich leider auch nicht mehr fragen, da Sie auch schon verstorben ist.
Auf Grund meiner Nachforschungen habe ich folgendes herrausgefunden:
Mein Großvater Oskar Schwark wurde am 10.11.1909 als Sohn des Oskar Schwark (geb.am 09.10.1882 in
Fürstenau Kreis Rössel ) und Martha Merten (geb.am 15.01.1885 in Scharnigk)
in Recklinghausen geboren.
Seine Eltern zogen am 26.11.1907 aus Landau in die Bergarbeitersiedlung „Dreieck-Siedlung Hochlarmark“ in
Recklinghausen. Sie wohnten in der Robertstrasse 31a.

( ich war 2006 in Recklinghausen-Hochlarmark und habe das Bild von dem Haus Robertstrasse 31a gemacht.)
Der Vater meines Opas , Oskar Schwark arbeitete in der Zeche Recklinghausen II, und verstarb
am 09.08.1910 in Recklinghausen, als mein Opa nur knapp ein Jahr alt war.
Seine Mutter Martha, heiratete am 23.05.1911 Valentin Kleefeld, geboren am 27.08.1880 in Guttstatt, Kreis
Heilsberg.
Mein Großvater Oskar Schwark heiratete Henriette Alders. Als er am 13.01.1942 in die Wehrmacht eintrat,
wohnten sie zuerst in Oberhausen, später in Ratingen Breitscheid Nähe Düsseldorf.
Ab 1945 war Oskar dem Stab II. Abteilung Flaksturm-Regiment 4 (motorisiert) unterstellt, dann der
Flak- Ersatz- Abteilung 4. Nach Erzählungen muß er wohl den Munitionswagen gefahren haben.
Am 17.01.1945 wurde er in Kargoszyn Bezirk Zichenau verwundet und als Obergefreiter des Stabs. Bttr.II Flak, in
das Feldlazarett 4/582 in Mielau eingeliefert.
Später wurde er in das Reservelazarett Brandenburg Görden verlegt wo er am 02.02.1945 an seinen schweren
Verletzungen starb.

Reservelazarett Görden
In Zusammenarbeit mit der Kriegsgräberfürsorge erhielten wir nach langer Suche die Nachricht,dass mein Opa
Oskar Schwark seine letzte Ruhe am Krematorium auf dem Marienberg in Brandenburg a.d.Havel fand.
Es war für mich ein ergreifendes Gefühl , 62 Jahre nach seinem Tod , am 08.07.07 endlich an seiner
Grabstätte zu stehen.

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Und immer sind irgendwo Spuren deines Lebens ....
Gedanken, Bilder, Augenblicke und Gefühle
Sie werden uns an Dich erinnern !